Auf unbekannten Spuren durch Frankfurt

In Deutschland gibt es viele Denkmäler, Orte und Gedenkstätten, die an die Zeit des Judentums und den Holocaust erinnern. Eines der bedeutensten und ältesten Gedenkstätten ist das Jüdische Museum in Frankfurt. Hier wird die mehr als neunhundertjährige Jüdische Geschichte Frankfurts bewahrt und vermittelt. Auf der Museumsinsel Frankfurts findet man das Hauptgebäude, den Rothschild Palais, welches sich mit der Geschichte und Kultur seit der Jüdischen Emanzipation beschäftigt und welches bereits vor der Gründung des heutigen Museums als Museum für Jüdische Altertümer bestand. Urspünglich lag das Museum in dem ehemaligen Bankhaus der Familie Rothschild und wurde während des Novemberpogroms fast vollständig durch ein Feuer zerstört. Nach dem 2. Weltkrieg wurde ein Großteil der Sammlung wieder der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt übergeben. Später entstand hier die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler, welche heute als Pädagogisches Zentrum der Bildungsarbeit für Schulen gilt.


Das Museum in der Judengasse thematisiert die Geschichte und Kultur aus neuerer Zeit. Es entstand, weil hier bei Verwaltungsarbeiten Fundamente einer Jüdischen Siedlung entdeckt wurden. Es entbrannte eine öffentliche Diskussion über diesen archäoligischen Sensationsfund, die sich in einem Epochenkonflikt ausweitete. Am Ende entschied man sich allerdings für den Erhalt de Frankfurter Judengasse und somit um den Erhalt des ersten Jüdischen Gettos in Europa. Die Ausstellung zeigt hier das Leben in einem Jüdischen Getto seit 1460. Es wurde nun nach langem Umbau wieder eröffnet und hat nun eine neue Gestalt angenommen. Der Haupteingang wurde an die Battonnstraße verlegt, wobei hier der Zusammenhang mit anderen historischen Aspekten des Ortes betont wird: der Deportation und Vernichtung der Frankfurter Juden, der Börneplatzsynagoge und dem unweit gelegenen alten jüdischen Friedhof.


In Frankfurt stößt man an vielen Ecken auf Hinterlassenschaften der Juden, sei es durch Mahnmale oder bedeutende Bauten. Selbst der Jüdische Friedhof ist ein Spaziergang wert, denn er läßt sich sogar bis auf 1272 datieren und ist somit der älteste seiner Art in Europa. Die unzähligen aneinandergereihten Grabsteine haben seine bewandnis, denn laut den Bestattungsregeln durfte ein Grab nie aufgelöst werden. Dies bedeutete, dass die Juden gezwungen waren ihre Angehörigen übereinander zu beerdigen. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurden die Meisten Grabsteine zerstört und abtransportiert, gelangten jedoch später teilweise wieder an Ort und Stelle. Allerdings konnten die Steine den Gräbern nur schwer zugeordnet werden, ausser bei bedeutenden Persönlichkeiten. So bilden bis heute die Grabsteine eine weitere Mauer entlang der ursprünglichen Friedhofsmauer. Interessant sind die Grabsteine aufgrund ihrer Motive und den bildlichen Darstellungen darauf.


Selbst in der heutigen Zeit pägen immer noch Juden das Stadtbild von Frankfurt, zwar nicht mehr äußerlich aber dafür auf dem Geschäftlichen Bereich. Denn ohne die Juden würde es das heutige Frankfurt so nicht geben, denn es sind die jüdischen Immobilienunternehmer, die dem neuen Frankfurt sein Gesicht geben. Die Entwicklung des Frankfurter Westhafens und große Flächen des Ostends von einer Industriebrache in schicke, angesagte Wohn- und Gewerbenachbarschaften sind unter anderem ihr Werk.

Um dies alles mit dem eigenen Augen zu sehen, sollte man Frankfurt geführt mit einem Chauffeur oder Cityguide entdecken, denn nur so kann man in die Jüdische Welt Frankfurts eintauchen und diese hautnah erleben.

Interrail – Mit dem Rucksack durch Europa

Raus aus der Schule und dem Elternhaus – dies ist für viele junge Menschen nach wie vor immer noch der Traum bevor der Ernst des Lebens los geht. Mit dem Interrail Ticket ist dies für junge Erwachsene bis 21 Jahren nach wie vor möglich und das tolle dabei ist, es ist Europaweit gültig!
Mit dem Zug vom Norden bis in den Süden oder dem Westen nach Osten – Interrail bedeutet Freiheit und Abenteur gleichzeitig!

Schweden – Grenzenlose Weite & Tiefgrüne Wälder

Schweden – Beeindruckende Nadelwäldern, Naturschutzgebiete & Städte

Eines der beeindruckendsten Länder Skandinaviens stellt Schweden dar. Die grenzenlose Weite des Landes, das gute Bildungssystem und die vielen Sehenswürdigkeiten sind nur einige Attribute des skandinavischen Landes.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten & Städte

Schweden verfügt über eine Reihe von interessanten Städten. Dazu gehören zum Beispiel Stockholm, Göteborg und Malmö. Bei Stockholm handelt es sich um die Hauptstadt Schwedens. Ferner ist Stockholm die größte Stadt in ganz Skandinavien. Das Stadtbild Stockholms ist geprägt von vielen kleinen Parkanlagen. Sehenswert ist die Insel Stadsholmen/Gamla Stan.

Die Altstadt dort verfügt noch immer über ein Straßennetz aus dem frühen Mittelalter. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass die Straßen von Norden nach Süden verlaufen. Des Weiteren wird das Stadtbild geprägt von kleinen zum Wasser hin abfallenden Gässchen, die das Straßenbild abrunden.

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Bei der Stadt Göteborg handelt es sich um die zweitgrößte Stadt Schwedens. Die Großstadtatmossphäre stellt einen deutlichen Kontrast zu den ansonsten eher dörflichen Gebieten Schwedens dar. Den meisten Menschen ist Göteborg wegen der alten Kaffehauskultur ein Begriff. Diese kann in vielen kleinen Cafes gekostet werden. Sehenswert ist der Hafen Lilla Bommen, in dem sich der größte Windjammer der bislang in Skandinavien gebaut wurde, befindet.

Ferner vefügt die Stadt Göteborg über Lisebelt, den größten Freizeitpark Skandinaviens. Dieser ist immer einen Besuch wert. Des Weiteren lohnt sich eine Besichtigung der Götaplatsen. Hierbei handelt es sich um das Kulturzentrum Göteborgs. Zu sehen ist dort eine Poseidonstatue aus dem Jahre 1931. Diese gilt als Wahrzeichen Göteborgs.

Bei der Stadt Malmö handelt es sich um die drittgrößte Stadt Schwedens. Besonders zu empfehlen ist hier ein Spaziergang durch die Altstadt, welche noch über sehr viele Fachwerkhäuser verfügt. Ebenso befindet sich in der Stadt Malmö ein altes Schloss, welches Überreste einer ehemaligen Festung darstellt, das Malmöhus. Auch die Schlösser Svaneholm und Torup sind einen Besuch wert.

Skandinavische Natur & Landschaft

Schweden zeichnet sich durch eine landschaftlich unglaubliche Weite aus. Während in Nordschweden boreale Nadelwälder vorherrschen, prägen in Süd- und Mittelschweden Mischwälder das Landschaftsbild. Das Land besitzt derzeit 28 Nationalparks. Gut 11 Prozent der Fläche Schwedens stellen Naturschutzgebiete dar.

Schweden ist immer eine Reise wert. Durch die Vielfältigkeit des Landes kommen sowohl Stadt- als auch Landurlauber in diesem Land voll auf ihre Kosten.

Das unbekannte Land Paraguay im Herzen Südamerikas

Die heiße Steppe im Nordwesten – Die feuchtwarme Hügellandschaft im Südosten

Paraguay liegt zentral in Südamerika und teilt sich seine Grenzen mit Bolivien, Brasilien und Argentinien. Die Mehrzahl der Touristen kommt aus den Nachbarländern, die vor allem der günstigen Preise für Zigaretten, Alkoholika und Kosmetika wegen einen Ausflug hierhin machen. Aber auch für den etwas anspruchsvolleren Touristen bietet Paraguay eine Reihe von Sehenswürdigkeiten und Naturdenkmälern, die man unbedingt gesehen haben sollte.

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Erste Eindrücke von Paraguay

Unbestreitbares Zentrum Paraguays ist die Hauptstadt Asuncion. Schon auf der Fahrt vom Flughafen ins Zentrum der Stadt bekommt man einen lebhaften Eindruck von Land und Leuten. Obwohl die Stadt nicht mit den großen Metropolen der Nachbarländer mithalten kann, erlebt man hier Südamerika pur, aber von einer anderen Seite. Nicht nur ist Asuncion viel grüner als viele andere Städte auf dem Kontinent, überall blüht zu jeder Jahreszeit irgendetwas, sondern das Leben geht andere Bahnen.

Wer sich etwas Zeit nimmt und eintaucht in diese Mischung aus Moderne, Folklore aber auch Verkehrschaos und den Randgesellschaften der Zivilisation wird das eigentümliche Flair dieser Stadt erleben, in der neben aller Hektik immer noch Zeit für ein kleines Schwätzchen bleibt in das auch der interessierte Tourist gerne mit einbezogen wird.

Die Naturschauspiele Paraguays

Höhepunkt einer Reise nach Paraguay stellt ohne Zweifel ein Besuch der Wasserfälle von Iguazu an den Grenzen zu Brasilien und Argentinien dar. Hier sollte man sich die Zeit nehmen um mindestens zwei oder drei Tage für die Erkundung der Fälle und ihrer unmittelbaren Umgebung aufwenden zu können. Denn nicht nur die Wasserfälle stellen ein unvergessliches Naturschauspiel dar, das seinesgleichen in der Welt sucht, sondern vor allem auch die Kombination mit dem umgebenden Regenwald, in dem es vor Papageien, Kolibris, Affen und anderen exotischen Tieren, die man sonst nur im Zoo bestaunen kann, nur so wimmelt.

Für den etwas abenteuerlustigeren Besucher empfiehlt sich ein Abstecher in den Chaco, das heiße und fast menschenleere Buschland im Westen Paraguays, das sich durch seine einmalige Landschaft und seinen Tierreichtum auszeichnet. Interessanterweise wohnen genau dort viele deutsche Menschen, nämlich mehrere Kolonien der Mennoniten. Nicht zuletzt weil viele Deutsche in Paraguay leben, gibt es auch eine deutschsprachige Zeitung in Paraguay.

Weitere Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen

Dazu gehören der Itaipu Staudamm, der zu den Größten der Welt zählt und nicht weit von den Iguazu Wasserfällen entfernt ist und die Jesuitenruinen bei Encarnacion, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

Von Asuncion fährt jeden Sonntag die älteste Eisenbahn Südamerikas nach Aregua. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art.

Und ganz besonders ist der Besuch eines typischen sonntäglichen Barbecues zu empfehlen, die vor allem abseits der Städte ein Erlebnis darstellen.

Wer sich überwinden kann, seinen Südamerikaurlaub um einen etwas ausgedehnteren Abstecher nach Paraguay zu erweitern, der wird diese Entscheidung sicherlich nicht bereuen. Zu verschieden und zu ungewöhnlich ist das Land im Vergleich zu seinen großen Nachbarn. Hier erlebt man Südamerika von einer ganz anderen, faszinierenden Seite.