Rufname: Kemah  
Geschlecht: Rüde
Wurftag: 27. November 2003
Züchter:  Silvia Heitmann
Zuchtverbände:  VDH (FCI) & ASCA
Zuchtzulassung: uneingeschränkt
COI: 5,21 % (10 Generationen)
Farbe: red merle
Größe: 58 + cm
Gewicht: 30 kg
Rute: lang
Gebiss: vollständige Schere
Augen: frei (26.05.2010)
HD: A1
ED: 0/0
Patella Luxation: frei
MDR1: +/- (Träger)
PRA/CEA: nicht getestet
HSF4: nicht getestet

 



 


Kemah knapp 7-jährig am 01.11.2010.

 

'Kemah'  ist der Name einer kleinen Stadt in Süd-Texas, an der Galveston Bay, die ich auf einer Reise besucht habe und deren Name mir so gut gefallen hat - das Städtchen ist übrigens auch sehr nett. Der Name ist indianisch und bedeutet '"Wind in the Face" (Wind im Gesicht).


Kemah ist ein mitunter aufgedrehter Rüde, der gerne gestreichelt wird, aber den Kontakt abbricht, sobald er "genug" hat. Er begegnet Fremden tendentiell freundlich, zeigt aber auch manchmal die aussietypische Zurückhaltung und ist auf dem Grundstück bzw. im Haus wachsam mit einem guten Wehr- und Schutztrieb. Er bellt nur selten und nie grundlos, außerdem ist er ziemlich geräuschunempfindlich.

Gegenüber anderen Hunden (vor allem Rüden) verhält sich Kemah ziemlich machomäßig und unfreundlich. Ich hatte dieses Verhalten - inklusive Fixierens - schon in den meisten Fällen gut im Griff, aber leider hat Kemah aufgrund des dummen, rücksichtlosen und ignoranten Verhaltens mancher Hundeführer so viele schlechte Erfahrungen gesammelt, dass meine gesamte Erziehungsarbeit zunichte gemacht wurde. Erschwerend kommt hinzu, dass er die zunehmende Zahl der Mädels im Rudel eifersüchtig beschützt. Innerhalb des Rudels läßt er sich allerdings (fast) alles gefallen. Auch den Rüden aus dem A-Wurf gegenüber, hat er sich völlig normal verhalten und diese akzeptiert. 

Als ich die Welpengruppe in unserem Verein leitete, kam Kemah ab und zu zum Einsatz und unterstützte mich bei den kleinen Welpen (9 - 16 Wochen) bei denen er bei Bedarf auch Streitigkeiten schlichtete.

Für seine körperliche und geistige Entwicklung hat Kemah extrem lange gebraucht, er ist ein typischer Spätentwickler und Ein-Mann-Hund. Er wird mit dem Alter zunehmend aufgedrehter und lässt sich schnell hochpushen (was auch in stressigen bzw. ungewohnten Situationen vorkommt), wobei er immer länger braucht, um sich wieder zu beruhigen. Im Haus verhält er sich fast völlig unauffällig, sofern er einigermaßen ausgelastet ist.

Kemahs Konzentrationsfähigkeit hat sich in dem Maße, in dem er erwachsen geworden ist, verbessert. Die ersten Jahre hat er sich von jeder Kleinigkeit komplett aus dem Konzept bringen lassen. Inzwischen arbeitet er mit sehr viel Elan - hat aber sehr oft Probleme, die gestellten Aufgaben - auch nach endlosen Wiederholungen - zu lösen. 

In der Obedience-Klasse 2 hat er sich auf Prüfungen mitunter ganz hervorragend gezeigt mit einer enormen Arbeitsmotivation und mein besonderer Stolz war seine energiegeladene, präzise Fußarbeit. Leider ist diese Situation "gekippt", Kemah hat angefangen, fast alle Übungen mit Fiepen und Jammern zu kommentieren, was in der Klasse 3 zu rigorosem Punktabzug führt. Außerdem zeigte er sich in den letzten Prüfungen extrem überdreht und hibbelig. 

Kemah wurde 2009 direkt vor dem Start in die Einzelübungen von einem Weißen Schäferhund attackiert und ziemlich zerbissen. Das hat dazu geführt, dass er anderen Hundengegenüber noch unberechenbarer geworden ist. Daraufhin habe ich beschlossen, Uwe seine weitere Ausbildung zu überlassen, zumal ich 2010 mit dem A-Wurf so beschäftigt war, dass ich kaum zum Trainieren gekommen bin.

Wie es sportlich weiter gehen wird, läßt sich momentan noch nicht vorhersagen, aber ich hoffe, dass wir Kemahs Verhalten mittelfristig wieder in den Griff bekommen!