Rufname: Skylar
Geschlecht: Hündin
Wurftag: 11. April 2008
Züchter: Amanda Gibson, GB
Zuchtverbände: KC, CASD (FCI) & ASCA
COI: 3,73 % (10 Generationen)
Farbe: black bi
Größe: 49 cm
Gewicht: 18 - 19 kg
Rute: NBT (3/4)
Gebiss: vollständige Schere
Augenuntersuchung: frei (08.06.2011)
HD: A2
ED: 0/0
CEA/CH-Gentest: normal (frei)
prcd-PRA-Gentest: normal (frei)
HSF4-Gentest: clear (frei)
MDR1-Gentest: +/+ (frei)
Maligne Hyperthermie:      N/N (frei)
CMR1: normal/clear (frei)
                               

Infos: 
Als wir 2007 nach England gereist sind, um Chilla auszusuchen und nach Hause zu holen, lernten wir Skylars Züchterin kennen und verliebten uns sofort in ihre Hündin Remuda Mity Morgan at Bachero. Für uns stand fest, dass wir - sofern es zeitlich passen würde - gerne einen Welpen von Morgan hätten. Als dann die Zuchtpläne mit Morgan konkreter wurden und der Rüde für ihren ersten Wurf feststand, konnten wir es einrichten, diesen während eines Aufenthalts in Holland kennen zu lernen.
So stand 2008 wieder eine Reise nach England auf dem Programm und wir holten Skylar zu uns. Schnell zeigte sich, dass Skylar - trotz relativ naher Verwandtschaft zu Chilla - ein ganz anderer Aussie ist, nicht nur optisch, sondern vor allem von ihrer Art und ihrem Wesen.
Nachdem Kemah im Vorjahr ziemlich unter dem Wildfang Chilla zu leiden hatte, übernahm bei Skylar Chilla die Rolle des Spiel- und Raufkumpels, während Kemah sich Skylar gegenüber eher distanziert verhalten hat.
Skylars Intermezzo in der Welpengruppe war nur kurz - sie konnte und wollte mit den fremden Welpen nichts anfangen und fand sie nur störend und lästig, wenn sie mit Uwe trainieren durfte ...

21.06.2008

31.08.2008
Auch Skylars Ohren wussten lange nicht, wo sie eigentlich hinwollen - trotzdem sah sie recht schnell ziemlich fertig aus und wuchs fast unmerklich. Anders als bei Chilla, bei der es problemlos möglich war/ist, sie schlank zu halten, ist Skylar eine sehr gute Futterverwerterin, die eigentlich alles frisst. Auch sie wurde bereits von ihrer Züchterin gebarft und verträgt im Großen und Ganzen alles.
Natürlich liebte Skylar es in ihrer Junghundphase rumzutoben und mit ihren Rudelgenossen zu spielen, allerdings zeigte sie schon früh ein für uns ungewohntes Verhalten, indem sie versucht, die anderen zu kontrollieren und in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken. Chilla kann sehr gut damit umgehen, wobei sie auch weniger von Skylars Attacken betroffen ist - die anderen haben sich weitestgehend daran gewöhnt, wobei Skylar hin und wieder einen Rüffel dafür einsteckt - vor allem von Uwes Border Collie ...

12.10.2008

20.11.2008
Obwohl Skylar und Chilla von Grund auf unterschiedlich sind, verstehen sie sich zumeist hervorragend. Chilla legt sich nicht mit der scheinbar dominanteren Skylar an und gemeinsam ist man sowieso unschlagbar!
Chilla ist die Wilde im Bunde, die Laute, Verrückte, Temperamentvolle, Skylar ist die Beherrschte, Mutige, Zurückhaltende - dadruch ergänzen sich die Beiden und kommen sich nicht in die Quere, wenn es um die Verteidigung von Ressourcen geht. Besuch wird von Chilla beispielsweise begeistert begrüßt und in Aussie- untypischer Manier belagert - eine gute Gelegenheit für Skylar, die unerwünschten Eindringlinge aus sicherer Entfernung unter die Lupe zu nehmen. Ein Erbe aus vergangenen Zeiten, als der Aussie der unbestechliche Bewacher und Beschützer von Haus und Hof war.

Spielzeug ist klasse - Skylar liebt vor allem Zerrspiele, allerdings hat sie manchmal ihre eigenen Vorstellungen, was für eine Belohnung für das Absolvieren einer Übung angebracht ist und besteht dann unter Umständen auf eine Leckerei, die bei ihr oberste Prioriät hat. Trotzdem ist sie nicht futterneidisch und streitet nicht um Leckerbissen.
Spielzeug ist bei Skylar gefährdet, alles was nicht robust genug für ihr starkes Gebiss ist, wird gnadenlos zerlegt.
Während Skylar auf Spaziergängen oftmals eher gelangweilt und träge wirkt, gibt sie bei der Arbeit und im Training immer 110 %. Manchmal schießt sie dabei auch über das Ziel hinaus, was sich in Übersprungshandlungen äußert. Sie braucht einen souveränen Hundeführer, der sie klar und ruhig führen kann.

Februar 2009, Fotos: Isabelle Becker

Saarland  im April 2009. Alle Fotos: Isabelle Becker

Skylar kommt mit Artgenossen in der Regel gut klar, wenn diese sich an die hündische Ettikette halten. Freches, ungehobeltes oder aufdringliches Verhalten wird umgehend bestraft. Sie interessiert sich kaum für andere Hunde und sucht sich - wie bei den Menschen - ihre Freunde selbst aus. Allerdings hat sie immer ein Auge auf die Schwächeren und schlichtet ggf. sofort - auch wenn sie dabei Chilla in die Schranken verweisen muss!
Skylar ist ein absolut typischer Ein-Mann-Hund. Sie hat sich Uwe als ihre Haupbezugsperson ausgesucht und vergöttert ihn geradezu. Da wir in sehr engem Kontakt mit unseren Hunden leben ist es für sie kein Problem einmal vorübergehend auf Uwe zu verzichten, wenn sich allerdings die Möglichkeit bietet, bleibt sie an seiner Seite - komme was da wolle. Dazu kommt, dass Skylar sehr sensibel und extem leichtführig ist - sehr viel leichtführiger, als ich das sonst von der Rasse kenne.
Sie ist ein ursprünglicher Australian Shepherd, der auf die alten Woods-Linien zurückgeht. Bedingt durch dieses Erbe, vereint Skylar eine Mischung von Eigenschaften, die in der Anfangszeit der Rasse erwünscht waren aber in der zeitgemäßen Zucht - teilweise aus nachvollziebaren Gründen - vielfach verloren gegenangen sind. Bei Skylar sind diese Merkmale in einer Ausprägung vorhanden, die sie zu einem sehr angenehmen Begleiter machen, allerdings können einige ihrer Verhaltensweisen durchaus  Probleme in der heutigen Zeit verursachen, wenn sie nicht entsprechend kanalisiert werden. 


Skylars Conformation ist nicht perfekt, auch wenn sie eine typvolle, attraktive Hündin ist. Sie hat einen schönen, ausdrucksstarken Kopf, korrekte Ohren, ein gutes Format mit schönen Proportionen bei einem eher leichten Knochenbau. Durch den optisch kurzen Rücken und die tiefe Brust wirkt sie kompakt und kleiner, als sie ist. Skylar ist sportlich, athletische und gut bemuskelt und verfügt über ein sehr gutes Springvermögen.Ihr Gangwerk könnte allerdings besser sein ...
Einerseits ist Skylar eine extrem unterordnungsbereite, leichtführige Hündin, die es ihrem Hundeführer immer recht machen will, andererseits braucht sie zwingend einen konsequenten, souveränen Hundeführer, der ihr Sicherheit gibt. Es mag paradox klingen, aber Skylars Verhalten birgt ein gewisses Maß an Unsicherheit, obwohl sie sich Bedrohungen mutig und unerschrocken stellt. Das zeigt sich beispielsweise auch in ihrem relativ stark ausgeprägten Territorialverhalten.
Menschen gegenüber ist sie rassetypisch reserviert und taut auch nur bei denjenigen auf, die sie mag - es kommt zwar höchst selten vor, dass sie eine Person nicht akzeptiert, aber das gibt es.
Mit Zwang, Härte oder Hektik erreicht man bei Skylar nichts - im Gegenteil. Da sie so gut wie nicht bellt oder auf andere Art Frust oder Stress abbaut, kommt es vor, dass sich die angestaute Energie durch Rempeln, in die Luft schnappen und springen entlädt. Auch wenn dieses Verhalten unerwünscht ist, bringt es nichts, sie dafür zu bestrafen oder dies zu unterbinden. Ruhe und Geduld sind die Methoden, die bei ihr zum Erfolg führen.
Auch eine isolierte Haltung wäre für Skylar fatal. Sie braucht die Nähe und den Sozialkontakt zu ihrer Bezugsperson, wie die Luft zum Atmen. Glücklicher weise hat sie auch mich als weitere Bezugsperson akzeptiert -  damit ist ihre Toleranzgrenze allerdings erreicht. Hat man ihr Vertrauen gewonnen, kann man sich keinen besseren, loyaleren und ergebeneren Begleiter vorstellen.

30.10.2010

Das Bild symbolisiert sehr gut Skylars Einstellung zu Taylor - wachsam behütet sie ihren Liebling aus Chillas Wurf!

Happy 3rd Birthday Skylar!

Nordsee-Urlaub 10/2011

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